Da unser satzungsmäßiger Clubzweck im besonderen das Rollenspiel ist und wir dabei meist AD&D spielen, welches ein mittelalterlich angehauchtes Fantasyszenario bietet, versuchen wir bei unseren @venturen (Tagesausflügen) das Thema Mittelalter häufiger aufzugreifen.

So kommt es, das wir schon bei diversen Ritterspielen zu Gast waren:



Teilnehmer: Stefan, Daniel, Melanie G., Oliver, Jens

Eintritt: 5,-



Anläßlich der 850 Jahrfeier des Klosters zu Langwarden hat es sich der Abt nicht nehmen lassen uns (!!!) ein Fest zu kredenzen. Dort gab es selbst gebrautes, klostereigenes Bier und eine Allee von Buden, wo mittelalterliche Gegenstände verkauft wurden.

Auf einer Wiese neben dem Kloster war eine große Zeltstadt errichtet an der zu unseren (!!!) Ehren ein Turnier ausgetragen wurde. Zu unsrem Favoriten hatten wir den Ritter von dä Pfalz erkoren, der die Ringe mit seiner Lanze tapfer und tollkühn aufspießte, übers Feuer sprang, den Speer auf die Sau warf und todesmutig im alles entscheidenden Duell mit dem drehenden Hau-mich-tot-Ritter kämpfte und ihn mit letzter Kraft im strömenden Regen besiegte.





Teilnehmer: Stefan, Daniel, Thomas, Manuel, Stephan, Dietmar, Melanie G., Sabine

Eintritt: 8,-



Nachdem Daniels Onkel schon die Wiese gemäht hatte parkten wir im Feld. Am Burgtor verweigerten wir einem aussätzigen Bettler erstmal sein Almosen, woraufhin er uns freundlichst die Pest an den Hals wünschte. Auf Anhieb fühlten wir uns herzlich willkommen.

In der Burg tranken wir uns zunächst mal ein Met dat knallte!

Frisch beknallt schauten wir einem Feuerschlucker/-spucker bei der Arbeit zu und fieberten danach beim aufreibenden, von einem Barden pathetisch angekündigten Kampf zwischen David (kleiner, schüchterner Junge) und Goliath (Hüne) zu. Bis David überredet wurde doch mal zuzuschlagen, hatte sich der heroische Hüne bereits opferbereit niedersacken lassen. Als der Junge ihm dann den Gnadenstoß setzen sollte, lauthals vom Publikum angefeuert, brach er in Tränen aus und konnte sein Glück nicht fassen als er daraufhin zum Sieger erklärt wurde.

Anschließend schauten wir uns eine vom Burgbesitzer (war auch mal bei ‘ner Talkshow und spielte ‘ne Rolle in ‘nem RTL Krimi) persönlich vorgetragene Fakirvorstellung an. Nachdem er sich ausführlich darüber beschwert hatte, daß er steuerlich nicht als Künstler anerkannt wird, versuchte er auch einige Kunststücke vorzuführen was meistens daneben ging. Einmal zum Beispiel fuhr er, ein Kind auf den Schultern balancierend, auf einem Einrad herum, wobei er einen Pömpel auf der Stirn pappen hatte. Dabei warf er Keulen ins Publikum, welches diese auffangen und zurückwerfen sollte. Dummerweise warf er auch eine Keule in unsere Richtung, der wir geschickt auswischen, so daß sie keinen von uns traf, jedoch das Kind hinter uns brutal niederstreckte. Tollkühn, todesmutig und tapfer hob Sabine die Keule auf und schleuderte sie erbost zwischen die Speichen des Einrades.

Wir hielten es für ratsam, danach diese gelungene Veranstaltung zu verlassen. War aber ganz lustisch! Nächstes Jahr wieder.




Teilnehmer: Stefan, Daniel, Thomas, Manuel, Stephan, Melanie G., Sabine, Miggel

Eintritt: 10,-



Bei der Anfahrt hatten wir zunächst einige kleinere unbedeutende Schwierigkeiten mit der genauen Route. Deshalb fragten wir an einer Tränke für unsere müden Pferde den Tankwart nach dem Weg und fuhren weiter, um nicht einmal 100 Meter weiter auf die ersten von mindestens 1000 Wegweisern zu stoßen, "Ritter hier lang". Zuerst fühlten wir uns nicht angesprochen, aber als wir nicht mehr ausweichen konnten, folgten wir ihnen bis zum Parkplatz an der Schloßanlage.

An der Palisade aus 1000 Dixie-Donnerbalken vorbei betraten wir das Spektakulum auf einem riesigen Areal um das etwas versteckt liegende Schloß. Wir schauten uns die Buden und Zelte an, an denen knallendes Met und Met dat knallt, Rüstungen und Waffen, Tuche, Gegrilltes und Knoblauchbrot verkauft wurde. Außerdem wurde Dampfbaden und Wahrsagerei angeboten. Es war auch ein Turnierplatz aufgebaut an dem wohl vor unserer Ankunft ritterliche Wettstreite stattfanden, wie wir uns vom Barden erzählen ließen.

Doch eine Darbietung wurde uns noch zuteil, ein verrückter Magier erzählte seinen mysteriösen Traum. Dieser wurde von einer mittelalterlichen Kapelle begleitet und beinhaltete eine waghalsige Fakirvorstellung, bei der sich die Akteure (einer war auch schon bei Bernd Türck) Nägel in sämtliche Körperöffnungen rammten oder komplett in Ketten, in einen Sack gesteckt, an einen Balken gefesselt, befreiten.

Dann tauchten plötzlich zehn verwegene Ritter(handpuppen) am Horizont über einem gespannten Tuch auf. Diese wurden nach höchst amüsanten Versen, die mit der zu erwartenden Musik unterlegt waren, auf sehr lustige Weise dezimiert. Zum Beispiel fiel einer auf einem Hollandkreuzzug den dortigen merkwürdigen, getrockneten Kräutern zum Opfer.

Außerdem täuschte uns noch ein Liliputaner der gar keiner war, und ein skurriles Ballett mit fantastischen Kreaturen, dessen Aussage uns wohl leider für immer verborgen bleiben wird, wurde aufgeführt.

Nachdem wir vor lauter Lachen wieder atmen konnten, waren wir uns schnell einig, daß dieses Spektakulum das beste und lustigste bisher erlebte war.

Auf dem Rückweg ließen wir den Abend stilgerecht bei einem mittelalterlichen Abendessen im Tempel des goldenen ausklingen.




Schlosstor in Alt Grevenbroich

Teilnehmer: Thomas, Sabine, Manuel, Melanie, Daniel, Dietmar

Eintritt: 0,-



Dieser mittelalterliche Markt, zu dem unser Anfahrtsweg angenehm kurz war (ca. 3 km), war zwar kostenlos zugänglich, aber auch dementsprechend unprofessionell. Es waren keine Ritterspiele in dem Sinne sondern nur eine Ansammlung von Buden und Ständen (halt ein Markt). Zwar bot das mittelalterliche Schloß eine durchaus passende Atmosphäre, die jedoch durch die CD-, Eiscreme- und Sockenhändler rüde, abrupt und skrupellos durchbrochen. Doch wurden wir auch Zeugen eines halbherzig gefochtenen Kampfes und einer pornografischen Aktion. Ein badender, langhaariger Ritter, der schon die ganze Zeit vorbeihuschende Mägde anpöbelte, stand mit einem mal urplötzlich auf und präsentierte allen die nicht schnell genug weggucken konnten, seine stählerne umhüllte Lanze. Diese wild schwingend, rief er einem seiner Knappen zu: "Bring mir die Blonde!".

Schallend Lachend und gleichzeitig tief geschockt verließen wir daraufhin sofort den Platz Richtung Heimat.