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Silvesterrede 2002 / 2003

Aufruf zum letzten Toilettengang vor der Festansprache!!!

Liebe Clubmitglieder, Passive Mitgliedsanwärter, Friends und Gäste,

wie jedes Jahr freuen wir uns mit euch den Jahreswechsel feiern zu können.

Das zurückliegende Jahr war für unseren Advanced Fantasy Club ein ganz besonderes, der AFC Gustorf besteht seit nunmehr Zehn spaßigen, spannenden, gar spektakulären Jahren. Leider schied

Melanie "die Passive" Stahl

wegen übertriebener Betonung der Passivität ihrer Mitgliedschaft aus unseren Reihen und

Achim "der Aktive" Pfeiffer

trat ein (melancholisch betonen!). Außerdem dürfen wir

Susan "die Rote" Henze

und

Daniel "dä Schwatte" Kanitz

im Klub begrüßen. Durch diesen Nettozuwachs ist unsere Mitgliederzahl nun auf unglaubliche 21 angewachsen. Unsere in diesem Jahr stark strapazierte Kasse enthält momentan 0 Euro und einen Pfennig!

Rollenspielerisch bemüht sich das heldenhafte Pulsader-Geschwader featuring Zwerg unseren Master nicht allzu oft zur Verzweiflung zu bringen. Mit klaren Zielen vor Augen, stets den Durchblick bewahrend, gehen sie dabei gemeinschaftlich an einem Strang ziehend gegen das selbst vor Weltmetropolen nicht Halt machende omnipräsente Böse vor. Dieses stellt für die stets pünktlich und regelmäßig erscheinenden allsonntäglichen Helden jedoch kein größeres Problem dar. Sie verfügen nämlich über einige schlagkräftige, bärtige Kampfmaschinen, zumindest solange der Frater den Bewusstlosen nicht zur Hilfe eilen muss.

Bewusst ging das Jahr aber mit einigen Feten los. So feierten

Melanie "Mel B" Biermann

und

Melanie "Mel G" Gralla

zusammen ihren Geburtstag, sowie ebenfalls

Susan "Kathetersaufen" Henze

und

Achim "1 Million Feiglinge" Pfeiffer

mit

Eddi "wir haben die Wahl gewonnen" Stoiber.

Nach dem Erfolg im letzten Jahr gab es zum 1. Mai diesmal kein langes überlegen, wir trafen uns privat zum Aufwärmen bei

Michael "Tür kaputt" Lipzick

zu lecker Bier und blutig-gegrilltem Fleisch, fast so blutig wie die Hose von

Achim "Knie zertrümmert" Pfeiffer.

Danach dann der obligatorische Besuch auf dem stets überfüllten und mit modernster Musik beschallten Gustorfer Maifest.
Und schon stand ein weiterer Geburtstag an, denn jeder weiß doch: Kein Jahr ohne Daniels Geburtstag! Kein Geburtstag von Daniel ohne Fete! Keine Fete ohne Geschenk! Kein Geschenk an Daniel ohne das er (düster dunkel unheilvoll aussprechen:) LEIDEN MUSS!!! Und so wurde die packend spannende Geschichte von

Daniel "dem Frater" Pfankuchen

und

Achim "dem Zwerg" Pfeiffer

ausführlich, kostümiert und mit Liebe zum Detail uraufgeführt.

Im Sommer zog uns

Rudi "Tante Käthe" Völler

in seinen Bann. Vom grandios, furiosen Anfang bis zum bitteren, so unverdienten Ende fieberten wir mit Rudi Nationale. Aber auch nachdem wir so tragisch das WM Finale durch diesen stümperhaften

Olli " aber mein Finger tat doch weh" Kahn

verloren haben, werden wir weiter zu unserem

Rudi "es gibt nur ein" Völler

halten!
(Plötzlich und unangekündigt ausrufen: ) Grillen! Genauso überraschend spontan traf uns die Idee von

Melanie "den Grill bring ich mit" Biermann

einfach mal Sonntag Abends auf der Kippe eine improvisierte Grillparty zu starten. Mit fast so überwältigendem Erfolg als wäre hier die gewohnt professionelle AFC-Qualitätsplanung am Werk gewesen, ließ sich sogar der Langzeitvermisste

Carsten "Sexy Einteiler" Elsen

blicken. Ebenso großen Zuspruch fand auch die Grillsession bei

Andreas "Selbstgebaute Fass-Theke" Krahwinkel,

die erst in den frühen Morgenstunden nachdem auch der letzte Tropfen Bier aus dem Fass gesaugt war endete.

Dann, am Siedepunkt des Sommers, war es wieder Zeit Gustorf ein paar Grad nach Süden zu schieben. ArribaArriba "Fiesta Mexicana" auf der AFC-Sommerfete. Und es wurde nicht nur landestypisch, tequilatechnisch heiß, sondern vor allem scharf: Die allerschärfsten Muffins, echt verschärftes Chilli und auch doch noch recht scharfe Chicas. Aber damit keiner verbrannte gab es nicht nur den Pool als diesmal wirklich allerletzte Notlösung, sondern auch noch Desperados und Früh Kölsch was allerdings etwas zu früh leer war, so dass

Sascha "ich kenn den Schiffer persönlich" Hahn

sichgegen Mitternacht anbot Nachschub zu besorgen. Auch die störenden, als einzige nicht eingeladenen und falsch kostümierten grünen Partybreaker, die irgendeinen Banditen mit Esel, der zuletzt bei einem grinsenden Kaktus gesehen wurde, suchten, sein Gesicht aber nicht genau beschreiben konnten, taten der Stimmung dank dem lautstarken Verhandlungsgeschick von

Michael "mach schnell dat Tor runter" Lipzick

keinen Abbruch. Der Bandit, oder zumindest der Esel, muss aber dann doch da gewesen sein, was nicht nur zahlreiche Fotos, sondern auch der noch unaufgeklärte, niederträchtige, abgrundtief böse Sabotageakt, den

Michael "Flutkatastrophenopfer" Lipzick

am nächsten Morgen bemerkte, beweisen.
Viele, actionreiche Fotos aufgenommen unter Lebensgefahr mitten im magenta-farbenen Kugelhagel, belegen aber auch den diesjährigen Kampf um den AFC-Kegelkelch. Diesen konnte

Thomas "King ohne Deckel" Fegers

für sich entscheiden und bekam die Trophäe von

Miggel "den hat bestimmt Ela mitgenommen" Königs,

mit einer spontanen überschwänglich wortgewandten Lobrede feierlich und respektzollend überreicht.

Kurze Zeit danach fuhren wir Richtung Renesse im liberalen Holland, dem Land der fast unbegrenzten Möglichkeiten. Wie immer etwas später und auf einer anderen Route als geplant, kamen wir dann auf dem empfohlenen Campingplatz an, wo wir freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen wurden: Keine Jugendlichengruppen hier, nur Familien oder Pärchen! Nachdem das paarweise erscheinen aber auch wenig Aussichten auf Erfolg versprach, machten wir uns auf zur nächsten Absage. Die letzte Hoffnung schien der wegen der schlechtesten Sanitäranlagen der Welt verschrieene Jugendcampingplatz zu sein, an den sich einige noch dunkel erinnerten. Doch ach wie überraschend, bei der Welle des Glücks auf der wir schwammen, der Jugendcampingplatz hatte seit einer Woche geschlossen. Einige verzweifelte Telefonate später dann ein Hoffnungsschimmer. Wir durften auf einem kleinen, übersichtlichen, abgeschiedenen Zeltplatz, versteckt auf einer ausgedienten Kuhwiese, unser Lager wie üblich im halbdunkeln aufschlagen. Dabei entdeckt wir auch, das wir unser Urteil über die Sanitäranlagen des letzten Campingplatzes revidieren mussten. Nachdem wir dann Frau Camping mehrmals vom Fernseher gezerrt hatten, weil wir Strom, dann einen passenden Adapter und anschließend einen Techniker brauchten. Als die gute Frau schon leicht genervt schien, fiel uns auf, dass das Rost unseres kleinen, weitgereisten und welterfahrenen Campinggrills eher einem fetttriefenden Kohleklumpen glich und wir daher Frau Camping abermals wegen Alufolie stören mussten. Unser seitdem noch besseres Verhältnis zur Familie Camping intensivierten wir dann in der Nacht, in der sie und ihr sturzbetrunkener Sohn uns mehrfach beehrten, unter anderem wegen lautstarkem Gekicher von

Sabine "das Kätzchen nehm ich mit" Königs.

Dabei konnte

Stefan "Pikus der Waldschrat" Sosinka

mit seinem besoffenen Niederländisch auf gekonnt diplomatische Art und Weise die Lage durch langwierige Unterhaltungen und vor allem dem Anbieten unseres Biervorrats entschärfen. Mit dem Kater, aber ohne Kätzchen, wurde dann noch schnell das Holland-Pflichtprogramm, beinhaltend: Nordsee gucken, Frikandel essen und eklig, gar nicht lecker Amstel-Bier trinken, erledigt. Das heimische, weiche Bett bereits vor Augen machten wir uns am nächsten Tag dann schleunigst auf den Weg Richtung Zivilisation.

Special:

(Colt Siewers mäßig Autofahrend und Gas gebend)

Thomas (gelangweilt): "HS - Heinsberg 9254 Punkte! Hahaha!"

(Stefan taucht ebenfalls Colt Siewers Autofahrend schräg rechts hinter Thomas auf)

Thomas (erschrocken, vom Gas gehend): "Scheiße Polizei!"

Stefan versucht erst hinter Thomas hineinzufahren, zieht dann wild holländisch schimpfend: "Klotsack" wieder raus, an ihm vorbei und deutet an nach rechts rüber zu fahren.

Thomas zieht mit quietschenden Reifen ruckartig nach rechts rüber. Und hält dann an.
Ängstlich in den Raum
: "OoOo!"

Stefan steigt aus, schultert seine Mini-McLight (10cm lang) und geht böse blickend und Wut schnaubend auf Thomas zu. Wild gestikulierend: "Sind sie bekloppt! Sie sind hier in den Niederlanden!"

Thomas (fragend, kleinlaut): "Simmer schon aus Holland raus?"

Stefan (weiter): "Hier ist nicht Deutschland! Hier sind nur 120 Kilometer erlaubt! Kann ich mal ihren Führerschein und ihren Fahrzeugpapieren sehen!

Thomas (wild auf lipziger Art mit den Armen schwingend und suchend) : Boa, scheiße wo sind die? So'n Mist! Die müssen doch hier sein! (holt beim suchen einen FC Köln Wimpel hervor) Enä!!! Tut mir leid also Führerschein hab ich vergessen und ich hab auch nur die Papiere für den Anhänger dabei!"

Stefan guckt anzweifelnd Richtung imaginärem Anhänger.

Thomas: "Ja joot, der is natürlich zuhause!"

Stefan (noch aufgeregter): "Sie kommen nach den Niederlanden, haben keine Papieren dabei! Lassen sie mich ihren Pass sehen!"

Thomas (verzweifelt in seiner Geldbörse suchend): "Ja joot! Alsoooo! ...(such, such) Aahh, hier hab ich ihn!"

Stefan (mit hochgezogenen Augenbrauen): "Aha! Herr Michael "Hauptsache Hängerpapiere" Lipzick! Dann kommen sie mal aus den Wagen heraus!"

Thomas steigt aus. Beide stehen sich gegenüber. Stefan fängt lautstark an zu schimpfen, während Thomas dabei immer kleiner wird: "Sie wissen das sie zu snell gefahren sind! Nit die ganze Zeit 140 Stundenkilometer auf der linken Spur! Und sie haben geklebt!!!"

Thomas (ratlos): "Wie geklebt! Ich bin doch joot vom Fleck gekommen!"

Stefan (weiter): "Ich glaube auch in Deutsland ist kleben nicht zugestanden!"

Thomas (kleinlaut): "Bei uns kleben wir schon im Kindergarten!"

Stefan (weiter): "In den Niederlanden wird das scharf gekontrolliert! Das kann sehr teuer werden! Das kostet bis zu 2000 Öro!!! Mindestens!"

Thomas (schockiert): "Enä! Rudi steh mir bei!"

Stefan (weiter): "Sie können nicht weiter fahren ohne Papieren! Hat jemand von ihren Freunden einen Führerschein?"

Thomas (resignierend): "Ja joot! Das ist der Benz von meinem Vater und ..."

Stefan (einwendend): "Wo kommen sie denn her und wo wollen sie denn hin?"

Thomas: "Wir kommen aus Holland und wollen nach Gustorf bei Köln!"

Stefan (sich etwas entspannend): "Ich lass sie weiterfahren, aber sie fahren nit mehr über den Autobahn! Sie können hier Richtung Roermond über den Landstraße fahren! Aber dann vernünftig und nit mehr kleben!!!"

Stefan geht weg und Thomas steigt ein. Im Auto:
"Joot! Da haben wir noch mal Glück gehabt! Aber, wat meint der denn mit kleben???"

Beide fahren weg.

Zurück im Land der wirklich unbegrenzten Möglichkeiten, zumindest auf den Autobahnen, ging es nun tatsächlich zügig nach Hause.

Dort angekommen, ging es in die Endphase der seit einem Jahr auf Hochtouren laufenden Planung unserer Party anlässlich des 10. Clubjubiläums! Diese nervenaufreibende, höchst stressige Arbeit wurde dabei glücklicherweise durch die November-Geburtstagsfeten-Stafette von

Kerstin "habt ihr auch alle Erbsensalat gegessen"

und

Andreas "wo is meine FC Kölle CD" Krahwinkel

unterbrochen.
Auf mehreren Organisationstreffen bereiteten wir die Dekoration in den traditionellen, seit jeher bekannten und verwendeten AFC Farben, und mit dem AFC Logo vor. Außerdem wurde in endlosen, stets kreativen Diskussionen und in wochenlanger experimentierfreudiger Arbeit, wobei wir hier vor allem den Beitrag von

Manuel "Flash ist doof" Kaiser

und

Daniel "wieso ist Flash denn doof" Pfankuchen

hervorheben wollen, der AFC-SMS-Ticker entworfen. Bis zur wirklich, wahrhaftig allerletzten Minute und auch noch darüber hinaus, wurde dann die super Event-Location mit ihren dann doch porentiefreinen, paradehygienischen, OP-sterilen Toiletten zu einer dem Anlass gerade gerecht werdenden AFC-Partyhalle hergerichtet. So konnten dann nicht nur die fast vollständig, mit Ausnahme von

Stephan "Außenposten" Meier,

erschienenen und in den pflegeleichten, günstig erworbenen Clubshirts gewandeten Mitglieder, sondern auch die mindestens 100 geladenen und nahezu ohne Ausnahme erschienenen Gäste das reichhaltige Buffet, ein wahres Meer aus Hektolitern von Bier, die Musik der von uns entdeckt und produzierten NoSound-Band, sowie die Kommunikation via Ticker an der Leinwand genießen. Leider mussten

Maria "ohne Josef" Lopez

und

Manuel "con carne" Val Garcia,

sowie

Volker "muß mal eben nach Duisburg" Geuer

schon früher gehen, was ein möglicher Grund dafür gewesen sein könnte, dass eines der, von allen im Forum geplanten und von

Martin "dem Muffinmann" Dibke

gebackenen, mal süß, mal deftigen Wundertörtchen, bis zum nächsten Morgen übrig blieb. Doch es sollte noch schlimmer kommen, als man im Tageslicht erkannte, dass der viel genutzte Pavillon in der Nacht weggeflogen war und zum Baumschmuck geworden ist.

Wie in diesem möchten wir auch im neuen Jahr einige liebgewonnene Aktionen wiederholen. Als da wären: Schlittschuhlaufen, das AFC Pokalkegeln, ein gemütliches Abendessen, Kinobesuche, die AFC Sommerparty mit anderem sonnigen Thema, das ultimative AK&W Zeltwochenende fernab jeglicher Zivilisation, die Jubiläumsfeier, sowie die Sylvesterfeier und hoffentlich zahlreichen Geburtstagsfeten, Geschlechterabende, Vollversammlungen, spontane und geplante Grillabende und eine gut besuchte Weihnachtsfeier.

Da das diesjährige, noch in allen Ohren schallende Motto "AFC hoch 3 alle sind dabei" besonders auf der 10. Jubiläumsfeier so gut gepasst hat, drängt sich das neue Leitmotiv für das kommende Jahr geradezu auf:

AFC "bliff wie de biss" Gustorf.

Mit dem Gesicht von

Michael "mein Vater leiht uns bestimmt nix mehr" Lipzick,

möchten wir an dieser Stelle recht herzlich

Hans "ob dat bei euch alles so mit rechten Dingen zu geht" Lipzick

für seine Geduld danken.

Und so wollen wir dieses die Clubkasse bis an die Grenzen strapazierende, aufregende 10. Jahr unseres Bestehens feierlich abschließen und hier und jetzt und nun auf das kommende Jahr 2003 mit euch anstoßen.

Eins, Zwei, Voll dabei ! A-F-C !!! (trinken)

Thomas Fegers und Stefan Sosinka

(Gründerväter